# Acht Gartenbau-Websites, eine nennt einen Preis

Am 9. August 2026 habe ich acht Websites von Schweizer Gartenbaubetrieben angeschaut. Alle bieten Unterhalt an, genau eine nennt eine Zahl. Der Befund.

Quelle: https://thomasgaechter.ch/blog/gartenunterhalt-abo-auf-der-website/
Veroeffentlicht: 2026-08-07

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## Der Befund

Am 9. August 2026 habe ich acht Websites von Schweizer Garten- und Landschaftsbaubetrieben angeschaut, mit vier Kriterien, die ich vorher festgelegt hatte. Alle acht bieten Unterhalt oder Pflege an, sieben haben dafür eine eigene Seite. Genau eine nennt darauf einen Preis.

Der Rest des Befunds ist ähnlich schmal. Zwei von acht schreiben hin, wie viele Besuche pro Jahr in einer Stufe stecken. Zwei von acht sagen etwas zu Laufzeit oder Kündigung. Zwei von acht haben auf der Aboseite ein Formular, das die Anfrage für genau dieses Abo aufnimmt; bei den anderen führt der Knopf auf die allgemeine Kontaktseite, oder es steht schlicht eine Telefonnummer da.

Eine Einordnung gleich vorweg, damit niemand ein Versprechen hineinliest: "gartenpflege abo" wird in der Schweiz rund 30 Mal im Monat gesucht, "gartenunterhalt abo" gar nicht (Ubersuggest, Schweiz und Deutsch, abgefragt am 9. August 2026). Eine Aboseite bringt also keinen Verkehr. Sie ist die Seite, auf der jemand landet, der Sie ohnehin schon gefunden hat, und dort entscheidet sich, ob er anruft oder weiterklickt.

## Wie ich vorgegangen bin

Ich habe acht Websites geöffnet und je vier Fragen gestellt, immer dieselben, immer in derselben Reihenfolge:

1. Steht da, welche Arbeiten in einer Stufe enthalten sind und wie viele Besuche pro Jahr dazugehören?
2. Steht da ein Preis oder wenigstens eine Bandbreite?
3. Steht da etwas zu Laufzeit und Kündigung?
4. Kann ich das Abo auf dieser Seite bestellen oder anfragen, oder muss ich zum Telefon greifen?

Die Betriebe nenne ich nicht. Es geht um das Muster, nicht um Personen, und keiner dieser Betriebe hat etwas falsch gemacht; sie haben nur alle dasselbe nicht getan.

Zwei Einschränkungen, die zur Sauberkeit gehören. Erstens: Acht Websites sind eine Stichprobe, keine Erhebung. Zweitens, und das ist die wichtigere: Ich habe einen Teil dieser Seiten über Suchbegriffe gefunden, die das Wort Abo enthalten. Die Stichprobe ist damit zugunsten der Betriebe verzerrt, die ein Abo überhaupt benennen. Selbst in dieser günstigen Auswahl fehlt der Preis sieben Mal.

## Das Muster, in vier Ausprägungen

**Das Abo als Menüeintrag.** Im Navigationsmenü steht "Unterhalt". Wer klickt, landet auf einer Seite mit dem Wort "Unterhalt" als Titel, einer Bildergalerie und sonst nichts. Kein Satz dazu, was der Betrieb da eigentlich übernimmt, keine Häufigkeit, kein Preis, kein Formular. Auf der Startseite taucht der Unterhalt in einer Aufzählung neben Zaunbau und Spielplatzbau auf. Das kommt zweimal vor.

**Die eigene Aboseite ohne eine einzige Zahl.** Das ist der häufigste Fall. Es gibt eine sauber gemachte Seite, sie erklärt in fünf Absätzen, warum ein Abo eine gute Sache ist, sie listet die Tätigkeiten auf, sie hat sogar ein mehrstufiges Anfrageformular. Und sie enthält, von der Adresse abgesehen, keine Zahl. Auf einer dieser Seiten steht unter der Überschrift "Transparente Preise" der Satz, die Preise seien klar und ohne versteckte Kosten, man könne genau planen, was man bekomme und wie viel es koste. Direkt darunter steht kein Betrag. Das ist nicht unehrlich gemeint, es fällt beim Schreiben nur niemandem auf.

**Die Stufen sind da, der Preis fehlt mit Begründung.** Eine Seite macht fast alles richtig: drei Stufen, je mit Anzahl Anfahrten pro Jahr, mit ausgezählten Arbeiten (zweimal Heckenschnitt, elfmal Rasen mähen, zwölfmal Grüngut abführen), mit "Laufzeit: 12 Monate" und mit einem Abschnitt, was ausdrücklich nicht enthalten ist und separat verrechnet wird. Nur der Preis fehlt, mit einer nachvollziehbaren Begründung: Er hänge von der Grösse des Gartens ab, man komme vorbei und offeriere. Der Knopf heisst "Abo bestellen" und führt auf die allgemeine Kontaktseite.

**Das vollständige Abo, abgelegt in den News.** Eine Seite beschreibt sieben Pakete, dazu Abrechnung, Testjahr im ersten Jahr und jährliche Kündigung. Das ist mehr Substanz als auf den anderen sieben zusammen. Nur ist es kein Angebot im Menü, sondern ein Beitrag im Newsbereich, datiert auf 2022, mit Lesezeit-Angabe wie ein Blogtext. Bestellweg: anrufen oder eine E-Mail schreiben.

Die Ausnahme sieht so aus: Ein Betrieb zeigt zwei Jahresabos nebeneinander, ab CHF 490 und ab CHF 790 pro Jahr, je zuzüglich Mehrwertsteuer, mit Leistungspunkten und teilweise mit Häufigkeit ("Düngen 2 Mal pro Jahr"). Darunter ein Knopf und ein Formular, das nach der ungefähren Rasenfläche fragt. Das ist die einzige der acht Seiten, auf der ich als Gartenbesitzer weiss, worüber wir sprechen, bevor ich anrufe. Auch dort fehlen Laufzeit und Kündigung.

## Was der Kunde stattdessen findet

Die Frage nach dem Preis verschwindet nicht, wenn sie auf Ihrer Seite unbeantwortet bleibt. Sie wird nur woanders beantwortet.

Ich habe am 9. August 2026 nachgeschaut, was in der Schweiz zu "gartenpflege kosten" oben steht (Ubersuggest, Schweiz und Deutsch). In den ersten zehn organischen Treffern steht kein einziger Gartenbaubetrieb. Dort stehen Vergleichs- und Ratgeberportale, darüber eine KI-Zusammenfassung von Google und der Block mit weiteren Fragen.

Was diese Portale liefern, ist konkreter als das, was ich auf sieben der acht Websites gefunden habe:

| Position | Wert | Quelle |
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| Gartenpflege, Durchschnitt pro Auftrag | CHF 740, Spanne CHF 426 bis 1'300 | Ofri, 155 ausgewertete Preise, Stand 17.9.2025 |
| Rasen mähen | CHF 0.25 bis 0.35 pro m2 | Ofri, Stand 17.9.2025 |
| Rasen vertikutieren und mähen | CHF 1.00 bis 1.10 pro m2 | Ofri, Stand 17.9.2025 |
| Jäten | CHF 1.80 bis 3.80 pro m2 | Ofri, Stand 17.9.2025 |
| Anfahrt | CHF 70 bis 90 pro Stunde | Ofri, Stand 17.9.2025 |
| Stundensatz Gärtner | CHF 80 bis 100 | Houzy, Richtpreise Stand 2023 |

Zur Redlichkeit gehört: Die CHF 740 sind ein Durchschnitt über einzelne Aufträge auf einem Offertenportal, nicht der Preis eines Jahresabos. Man kann daraus kein Abo ableiten. Aber es ist die Zahl, mit der Ihr Kunde ins Gespräch kommt, und sie hat ein Datum und eine Fallzahl. Ihre Website hat an dieser Stelle nichts.

Das ist kein Vorwurf. Portale leben davon, Preisfragen zu beantworten, ein Gartenbaubetrieb lebt von etwas anderem. Nur trägt der Betrieb die Folge: Der Kunde bildet sich seine Erwartung an einer fremden Zahl, und Sie verhandeln nachher gegen sie an.

## Was auf eine Aboseite gehört, damit sie abschliesst

Sechs Dinge. Keines davon braucht ein neues Angebot, alle sechs stehen bereits in Ihren Offerten.

**Umfang je Stufe, in Arbeiten und Besuchen pro Jahr.** Nicht "regelmässige Pflege", sondern zwölf Anfahrten, zweimal Heckenschnitt, elfmal Rasen mähen. Die eine Seite in meiner Stichprobe, die das macht, ist genau deshalb die einzige, bei der ich nach dem Lesen wüsste, welche Stufe zu mir passt.

**Preis oder erklärte Bandbreite.** Ein Betrag pro Jahr ist am besten. Wenn das nicht geht, dann eine Bandbreite und ein Satz dazu, was sie treibt. "Ab CHF 490 im Jahr" beantwortet mehr Fragen als drei Absätze über Leidenschaft.

**Laufzeit und Kündigung.** Zwölf Monate, danach jährlich kündbar, in einem Satz. Das ist der Punkt, an dem Privatkunden zögern, und der Punkt, den sieben von acht Seiten nicht erwähnen. Wer ihn beantwortet, nimmt die grösste Bremse raus.

**Wer kommt und wie oft.** Nicht nur die Anzahl Besuche, sondern auch: dasselbe Team, angekündigt oder unangekündigt, mit oder ohne Ihre Anwesenheit. Ein Kunde, der einen Schlüssel oder einen Gartenzugang gibt, will wissen, wem.

**Was ausdrücklich nicht enthalten ist.** Baumpflege in der Krone, Bewässerungsanlage, Rasenrenovation, Winterdienst, Entsorgung über die übliche Menge hinaus. Eine der acht Seiten macht das unter der Überschrift "Gut zu wissen", und es ist der Abschnitt, der am meisten Vertrauen schafft. Wer sagt, was nicht drin ist, wird bei dem geglaubt, was drin ist.

**Ein Bestellweg auf der Seite.** Ein Formular, das die gewählte Stufe mitschickt und nach Fläche, Ort und Wunschtermin fragt. Eine Telefonnummer ist kein Bestellweg für jemanden, der abends um halb zehn auf dem Sofa liest. Zwei von acht Seiten haben ein solches Formular.

## Offenlegung: ich verkaufe selbst ein Abo

Ich schreibe das nicht als Beobachter. Ich verkaufe selbst ein Abo: Wartung für CHF 79 im Monat, das Hosting ist darin enthalten. Hosting allein für CHF 19 gibt es nur in Ausnahmefällen. Die Preise stehen auf der Seite [Wartung](/wartung/), und was dahintersteckt, habe ich in [Was kostet Website-Wartung in der Schweiz?](/blog/website-wartung-kosten-schweiz/) aufgeschlüsselt.

Drei Dinge habe ich dabei gelernt, und alle drei gelten für ein Gartenabo genauso.

Erstens: Ein fester Umfang ist wichtiger als ein günstiger Preis. Solange nicht steht, was drin ist, verhandeln Sie bei jeder Anfrage neu, und der Kunde vergleicht Sie mit etwas, das er sich selbst zusammengereimt hat.

Zweitens: Ein sichtbarer Preis filtert. Wer den Betrag gelesen hat und trotzdem schreibt, hat die Grössenordnung bereits akzeptiert. Das erste Gespräch geht dann um die Sache und nicht um die Zahl.

Drittens: Eine einfache Kündigung verkauft besser als eine lange Bindung. Wer weiss, dass er wieder rauskommt, sagt schneller ja.

Und der Satz, der dazugehört: Wenn sich ein Abo für jemanden nicht lohnt, sage ich das auch. Bei mir ist das die statische Seite, die ein Jahr lang unverändert bleibt. Bei Ihnen ist es vielleicht der Kunde mit vierzig Quadratmetern Rasen und einer Hecke, der mit zwei Einsätzen im Jahr besser fährt als mit einem Abo. Das zu sagen kostet einen Abschluss und bringt einen Kunden, der bleibt.

## Wo ein Fixpreis nicht seriös möglich ist

Es gibt Fälle, in denen eine feste Jahrespauschale nicht ehrlich wäre. Grundstücksgrösse, Baumbestand, Hanglage, Zufahrt für die Maschinen und die Menge an Grüngut schwanken so stark, dass zwei Gärten mit derselben Quadratmeterzahl unterschiedlich viel Arbeit machen. Wer da einen Fixpreis hinschreibt, kalkuliert entweder zu hoch und verliert Anfragen, oder zu tief und arbeitet ein Jahr lang dagegen an.

Die Lösung ist nicht "Preis auf Anfrage", sondern eine Bandbreite plus Aufnahme vor Ort. Also: von bis, und darunter drei Zeilen, welche Faktoren einen Garten ans obere Ende bringen. Ihre eigene Kalkulation liefert diese Faktoren bereits, Sie geben damit nichts preis. Und die Aufnahme vor Ort bleibt, was sie ist: der Schritt, der aus einer Bandbreite eine Offerte macht.

"Preis auf Anfrage" ist die teuerste Variante davon. Sie kostet Sie jeden Besucher, der noch nicht weit genug ist, um anzurufen, und das sind die meisten.

## Der Jahreslauf, ohne erfundene Kurven

Zur Saison sage ich bewusst nichts mit Zahlen. Ich habe keine belastbaren Schweizer Daten dazu, wie sich die Nachfrage nach Gartenunterhalt übers Jahr verteilt. Die Monatswerte, die mir mein Werkzeug zu "gartenpflege abo" ausgibt, schwanken innerhalb von zwölf Monaten zwischen 10 und 170 Suchen bei einem Schnitt von 30. Aus so etwas eine Saisonkurve zu zeichnen wäre Erfindung.

Qualitativ lässt sich trotzdem etwas sagen, weil es aus dem Betrieb kommt und nicht aus einem Diagramm. Im Frühling ist die Kapazität ohnehin knapp. Dort soll die Website nicht mehr Anfragen erzeugen, sondern die richtigen: Wartezeit ehrlich hinschreiben, statt sie im ersten Telefonat zu erklären. "Aufnahmen für Unterhaltsabos ab Juni" kostet Sie ein paar Anfragen, die Sie sowieso nicht bedienen könnten, und spart Ihnen Absagen.

Im Herbst und Winter ist es umgekehrt. Dann gehören Unterhalt, Winterdienst und die Planung für die nächste Saison nach vorne, weil dann Zeit da ist und weil ein Abo, das im Oktober abgeschlossen wird, ab Frühling planbar ist.

Dazu der Aufwandshinweis, den ich mir selbst gebe: Wer die Startseite viermal im Jahr umbaut, braucht dafür Zeit oder eine Vereinbarung mit jemandem, der es macht. Vier Umbauten im Jahr klingen nach wenig und sind vier Termine, die im Frühling garantiert untergehen. Realistischer sind zwei Wechsel, Frühling und Herbst, dafür wirklich durchgezogen. Was so ein laufender Betrieb kostet, steht in [Braucht meine Website Wartung?](/blog/braucht-meine-website-wartung/) und in [Was kostet eine Website in der Schweiz?](/blog/was-kostet-eine-website-schweiz/).

## Fazit

Das Unterhaltsabo ist das planbarste Produkt eines Gartenbaubetriebs, und auf sieben von acht geprüften Websites steht es so da, dass man es nicht bestellen kann. Die Frage nach dem Preis stellt der Kunde trotzdem, sie wird nur von einem Vergleichsportal beantwortet, mit Zahl, Fallzahl und Stand-Datum. Was fehlt, ist kein neues Angebot, sondern das bestehende Angebot in sechs Punkten aufgeschrieben. Wo ein Fixpreis nicht geht, tut es eine Bandbreite mit einer Erklärung, was sie treibt.

Wenn Sie Ihr Abo auf die Seite bringen wollen und nicht wissen, wie Sie den Preisteil formulieren, ohne sich zu verkaufen: schreiben Sie mir kurz über [Kontakt](/kontakt/), oder schauen Sie sich an, wie ich Seiten baue, unter [Webdesign](/webdesign/). Ich antworte innert einem Werktag (Mo bis Fr).