# Bei Google Maps gefunden werden: das Google-Unternehmensprofil für ein Schweizer KMU

Praktischer Leitfaden, wie ein Schweizer KMU sein Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) und Google Maps sauber einrichtet: NAP-Daten, Kategorien, Fotos, Bewertungen, und was wirklich etwas bringt.

Quelle: https://thomasgaechter.ch/blog/google-unternehmensprofil-maps-kmu-schweiz/
Veroeffentlicht: 2026-06-02

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Um bei Google Maps gefunden zu werden, braucht ein Schweizer KMU vor allem ein sauber gepflegtes Google-Unternehmensprofil, das früher Google My Business hiess. Aus diesem Profil entsteht das kleine Kartenfenster mit den drei Betrieben, das oben in der Suche erscheint. Wer dort steht, wird angerufen. Wer nicht, bleibt unsichtbar, auch wenn die eigene Website gut ist.

Wenn jemand in Brugg eine Schreinerei sucht oder im Rheintal eine Velowerkstatt, tippt er das selten auf Ihrer Website ein. Er sucht bei Google, und oben erscheint die Karte mit Adresse, Öffnungszeiten und Sternen. Das Profil ist kostenlos, und für ein lokales KMU ist es oft der Eintrag, der mit dem geringsten Aufwand am meisten bringt.

Ich erkläre hier nüchtern, was Sie eintragen sollten, was es realistisch bringt und was übertrieben ist. Kein Hype, keine Tricks.

## Was das Profil überhaupt ist

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der erscheint, wenn jemand Ihren Firmennamen sucht oder eine lokale Suche macht wie "Treuhänder Windisch". Es zeigt Ihren Namen, die Adresse, die Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen und einen Knopf zur Route. Es ist gleichzeitig das, was Google Maps anzeigt, wenn jemand auf der Karte in Ihrer Gegend stöbert.

Wichtig: Das Profil ist nicht Ihre Website und ersetzt sie nicht. Es ist eher die Visitenkarte direkt in der Suche. Eine gepflegte Website und ein gepflegtes Profil arbeiten zusammen. Das Profil bringt den ersten Kontakt, die Website überzeugt danach. Fehlt eines von beiden, hinkt das Ganze.

## Das Wichtigste zuerst: konsistente Eckdaten

Der häufigste Fehler, den ich bei Schweizer KMU sehe, sind widersprüchliche Angaben. Im Fachjargon heisst das NAP, also Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei müssen überall exakt gleich geschrieben sein: auf der Website, im Impressum, im Google-Profil und in jedem Verzeichnis, in dem Sie auftauchen.

Klingt banal, ist aber entscheidend. Wenn auf der Website "Müller Schreinerei GmbH" steht, im Profil "Schreinerei Müller" und im alten Branchenbuch noch die Telefonnummer von vor zwei Jahren, dann wird Google unsicher, welche Angaben stimmen. Diese Unsicherheit kostet Sichtbarkeit. Räumen Sie das einmal sauber auf, dann ist viel gewonnen. Achten Sie auf Kleinigkeiten: GmbH oder nicht, Strasse ausgeschrieben oder abgekürzt, Festnetz oder Mobile. Einigen Sie sich auf eine Schreibweise und ziehen Sie sie überall durch.

## Was Sie konkret ausfüllen sollten

Ein vollständiges Profil zählt klar mehr als ein halb leeres. Diese Felder sind am wichtigsten:

- **Die richtige Hauptkategorie.** Wählen Sie die Kategorie, die am genauesten beschreibt, was Sie tun, nicht möglichst viele. Eine präzise Hauptkategorie wie "Schreinerei" wirkt stärker als ein Sammelsurium. Passende Zusatzkategorien dürfen ergänzen, aber sparsam.
- **Echte Öffnungszeiten, gepflegt.** Tragen Sie die tatsächlichen Zeiten ein und passen Sie sie bei Feiertagen an. Nichts ärgert einen Kunden mehr als eine verschlossene Tür trotz "geöffnet" im Profil. Genau das landet dann in einer schlechten Bewertung.
- **Eine kurze, ehrliche Beschreibung.** Schreiben Sie in normalen Sätzen, was Sie für wen machen und wo. "Wir reparieren Heizungen im Raum St. Gallen und reagieren innert einem Werktag" ist besser als jede Worthülse über breite Lösungskompetenz.
- **Gute Fotos.** Ein paar echte Bilder von der Werkstatt, dem Laden, dem Team oder fertigen Arbeiten wirken mehr als gestellte Stockfotos. Sie geben dem Profil Leben und beantworten die stille Frage "Sieht das seriös aus?" oft schon vor dem ersten Anruf.
- **Der richtige Link.** Verlinken Sie auf die passende Seite Ihrer Website, nicht auf eine veraltete Adresse.

Den Standort verifiziert Google in der Regel per Postkarte oder Video. Das dauert ein paar Tage, ist aber Pflicht, sonst ist das Profil nicht voll aktiv.

## Bewertungen: ehrlich sammeln, nicht erzwingen

Bewertungen sind ein heikles, aber wichtiges Thema. Sie beeinflussen, ob jemand Sie anruft, und sie spielen auch in die lokale Sichtbarkeit hinein. Mein Rat ist schlicht: Fragen Sie zufriedene Kunden nach getaner Arbeit freundlich, ob sie eine kurze Bewertung hinterlassen würden. Geben Sie ihnen den direkten Link, das senkt die Hürde.

Was Sie nicht tun sollten: Bewertungen kaufen, Mitarbeitende sich selbst bewerten lassen oder Anreize gegen eine gute Note bieten. Das verstösst gegen die Regeln, fliegt irgendwann auf und beschädigt das Vertrauen mehr, als es je gebracht hat. Ehrlich gesammelte Bewertungen, auch mal eine kritische dazwischen, wirken glaubwürdiger als eine makellose Wand aus fünf Sternen.

Und antworten Sie auf Bewertungen, ruhig und sachlich, gerade auf die kritischen. Eine besonnene Antwort auf eine Reklamation sagt mehr über einen Betrieb aus als zehn Lobreden.

## Was es bringt und was übertrieben ist

Realistisch betrachtet ist das Profil der beste erste Schritt für jeden Betrieb mit lokaler Kundschaft: Handwerk, Laden, Praxis, Treuhand, Gastronomie. Es ist kostenlos, schnell aufgesetzt und liefert oft direkt Anrufe und Routenanfragen.

Übertrieben ist die Vorstellung, man müsse täglich Beiträge posten oder jede Woche neue Funktionen bespielen, damit es funktioniert. Für die meisten KMU reicht ein einmal sauber aufgesetztes, vollständiges Profil, das man hin und wieder aktuell hält. Auch teure "Local-SEO-Pakete", die vor allem aus dem automatischen Eintragen in Dutzende fragwürdiger Verzeichnisse bestehen, bringen selten, was sie kosten. Wichtiger sind wenige, saubere und übereinstimmende Einträge als viele schlampige.

Ehrlich gesagt: Wenn Ihre Auftragsbücher über Empfehlung voll sind, ist das hier kein Notfall. Aber es kostet wenig und schliesst eine Lücke, durch die Ihnen sonst still Kundschaft entgeht.

## Das Zusammenspiel mit Ihrer Website

Profil und Website verstärken sich gegenseitig. Google gleicht ab, ob die Angaben im Profil und auf Ihrer Website übereinstimmen. Eine Website mit klarem Impressum, einer Kontaktseite und Ortsbezug stützt das Profil, und das Profil bringt Leute auf die Website. Wer beides konsistent hält, wird in der lokalen Suche stabiler gefunden.

Wenn Sie das einmal gemeinsam durchgehen wollen, also Profil aufräumen, Eckdaten angleichen und die Website darauf abstimmen, dann [schreiben Sie mir kurz](/kontakt/), um welchen Betrieb es geht. Ich schaue mir an, was schon da ist, und sage Ihnen ehrlich, wo es sich lohnt und wo Sie Ihre Zeit besser anderswo investieren.