Was kostet Social-Media-Betreuung für ein KMU in der Schweiz?

Realistische Preise für Social-Media-Betreuung in der Schweiz, mit Tarifen, MWST und ehrlichen Hinweisen, wann sich ein Abo nicht lohnt.

CHF 390 bis 2'000Betreuung pro Monat im Schweizer Markt
ab CHF 490mein Tarif Präsenz pro Monat
ab CHF 690einmaliges Setup

Eine laufende Social-Media-Betreuung kostet ein Schweizer KMU meist zwischen CHF 390 und CHF 2’000 pro Monat; bei mir startet sie bei CHF 490. Dazu kommt einmaliges Setup ab rund CHF 690 und, falls Sie Anzeigen schalten, ein separates Werbebudget. Foto und Video sind nochmals getrennt. Die grosse Spanne kommt von der Anzahl Beiträge, Kanäle und davon, ob Sie selbst Material liefern.

Das ist die kurze Antwort. Jetzt zur ehrlichen Aufschlüsselung. Denn bei Social Media werden gerne vier Dinge in einen Topf geworfen, die nichts miteinander zu tun haben.

Was steckt im Preis drin? Vier Posten, die man trennen muss

Social-Media-Betreuung ist kein einzelner Preis, sondern setzt sich aus vier Kostenblöcken zusammen. Seriöse Angebote weisen sie getrennt aus.

  • Betreuungshonorar: meine eigentliche Arbeit. Redaktionsplan, Texte schreiben, Beiträge veröffentlichen, einfache Kommentare beantworten. Das ist der monatliche Abopreis.
  • Setup (einmalig): Profile sauber aufsetzen, Vorlagen anlegen, Tonalität und Themen festlegen. Das passiert nur am Anfang.
  • Werbebudget: Geld, das direkt an Meta (Facebook, Instagram) oder Google fliesst, wenn Sie Anzeigen schalten. Das landet nie bei mir, sondern bei der Plattform.
  • Foto und Video: das Rohmaterial. Entweder liefern Sie es selbst, oder es wird separat produziert.

Wer diese vier nicht trennt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Ein Abo für CHF 490 ohne Material und ohne Werbebudget ist etwas völlig anderes als ein Paket für CHF 1’800, in dem ein Shooting drin ist.

Was verlangen Anbieter in der Schweiz pro Monat?

Die Preise im Markt streuen stark, weil “Social-Media-Betreuung” alles bedeuten kann, von zwei Beiträgen pro Monat bis zur vollen Redaktion mit Reels und Ads. Hier die typischen Spannen, die mir in der Schweiz begegnen, und daneben meine eigenen Tarife.

LeistungsumfangMarkt CH, pro MonatMein Tarif
Grundpräsenz (wenige Beiträge, 1 Kanal)CHF 390 bis 600Präsenz CHF 490
Aktive Betreuung (regelmässig, 2 Kanäle)CHF 800 bis 1’200Aktiv CHF 890
Voll betreut (Reels, Community, Ads)CHF 1’500 bis 2’000Aktiv + Add-ons
Setup einmaligCHF 500 bis 1’500CHF 690

Bei mir kommt keine Mehrwertsteuer dazu, meine Tarife sind Endpreise; bei den Marktzahlen daneben kann sie je nach Anbieter noch obendrauf kommen. Reels, intensive Community-Pflege und das Anzeigen-Management sind bei mir bewusst Add-ons und nicht im Grundpreis versteckt. So sehen Sie, wofür Sie zahlen, und können klein anfangen.

Zum Vergleich der Stundenlogik: Die Stundensätze Schweizer Webagenturen, die mir begegnen, liegen bei CHF 120 bis 250. Ein Abo von CHF 890 entspricht also grob einem halben Tag Arbeit pro Monat, verteilt über die Wochen.

Werbebudget: das wird oft vergessen

Anzeigen auf Instagram oder Facebook kosten extra, und zwar zusätzlich zum Honorar. Das Werbebudget (das Geld für die Reichweite) geht direkt an Meta. Ich richte die Kampagne ein und betreue sie, aber den Anzeigenfranken zahlen Sie an die Plattform.

Realistisch starten KMU bei Meta mit CHF 300 bis 800 pro Monat Werbebudget, um überhaupt messbare Resultate zu sehen. Weniger als rund CHF 10 pro Tag bringt selten verwertbare Zahlen. Bei Google-Suchanzeigen setze ich die Untergrenze höher an, bei rund CHF 500 pro Monat, sonst bleibt die Datenlage zu dünn. Wer also “CHF 890 alles inklusive” liest, sollte nachfragen, ob das Werbebudget mitgemeint ist. Meist ist es das nicht, und das ist auch richtig so.

Wenn Sie ohnehin Google Ads oder Meta-Pixel mit Analytics verbinden, brauchen Sie zudem den Google Consent Mode v2: für den EWR seit dem 6. März 2024, für Schweizer Nutzerinnen und Nutzer seit dem 31. Juli 2024. Das ist Technik, die einmalig sauber eingerichtet gehört, sonst fehlen Ihnen später die Conversion-Daten.

Foto und Video: der eigentliche Knackpunkt

Hier entscheidet sich, ob Social Media funktioniert oder nicht. Ich kann den besten Redaktionsplan schreiben, aber ohne gute Bilder aus Ihrem Betrieb bleibt es beliebig. Stockfotos erkennt heute jeder, und sie verkaufen nichts.

Es gibt zwei Wege:

  1. Sie liefern selbst. Smartphone-Fotos vom Betrieb, vom Team, von der Arbeit. Das reicht für viele KMU völlig, wenn es regelmässig kommt. Kostet Sie nur Zeit.
  2. Separates Shooting. Ein Fotograf oder eine Videografin produziert einmal pro Quartal Material auf Vorrat. Das ist eine eigene Position im Budget, pro Shooting oft im vierstelligen Bereich.

Mein Tarif deckt Planung und Text. Material zu beschaffen ist nicht im Abopreis enthalten, weil es je nach Betrieb extrem unterschiedlich ausfällt. Das sage ich lieber vorher klar, als hinterher zu enttäuschen.

Was kostet das durchgerechnet?

Ein realistisches Beispiel für ein KMU, das aktiv starten will, ohne grosses Shooting:

PostenBetrag
Setup einmaligCHF 690
Betreuung Aktiv pro MonatCHF 890
Werbebudget pro Monat (optional)CHF 400 (an Meta)

Im ersten Monat landen Sie also bei CHF 690 plus CHF 890, danach laufen CHF 890 pro Monat, plus das Werbebudget direkt an die Plattform. Bei mir kommt darauf keine Mehrwertsteuer. Beim Vergleich mit anderen Offerten lohnt sich der Blick: Ist der Anbieter mehrwertsteuerpflichtig, kommen 8.1 Prozent dazu, bei CHF 890 also rund CHF 72 pro Monat.

Wann lohnt sich Social-Media-Betreuung nicht?

Das ist mir wichtig, weil zu viele Betriebe Geld in Kanäle stecken, die für sie nichts bringen. Ein Abo lohnt sich nicht, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Sie haben kein Bildmaterial und wollen keines liefern. Ohne Fotos und Videos wird Social Media zur Pflichtübung ohne Wirkung. Dann ist das Geld in einer guten Website oder einem gepflegten Google-Unternehmensprofil besser aufgehoben.
  • Sie haben kein klares Ziel. “Präsenz zeigen” ist kein Ziel. Wollen Sie Termine, Bewerbungen, Verkäufe? Ohne messbares Ziel können Sie nicht beurteilen, ob sich die monatlichen CHF 890 lohnen.
  • Ihre Kundschaft ist gar nicht dort. Ein B2B-Zulieferer mit fünf Stammkunden braucht kein Instagram. Da bringt ein Anruf mehr als jedes Reel.

In all diesen Fällen rate ich ab. Lieber das Budget dort einsetzen, wo es wirkt. Eine solide Geschäftswebsite und ein sauberes Google-Profil sind für viele KMU die wichtigere Basis, bevor Social Media überhaupt Sinn ergibt.

Womit fange ich an?

Wenn Sie unsicher sind, fangen Sie klein an. Drei Monate Grundpräsenz mit eigenem Material zeigen schnell, ob Social Media zu Ihrem Betrieb passt. Stimmen die Zahlen, bauen Sie aus. Wenn nicht, haben Sie wenig verloren.

Ich weise Setup, Betreuung, Werbebudget und Material immer getrennt aus, damit Sie sehen, wo Ihr Geld hingeht. Was die Tarife genau abdecken, steht auf der Seite Social Media. Und wenn Sie zuerst lieber über das Ziel sprechen: Ich melde mich innert einem Werktag (Mo bis Fr) zurück.

Häufige Fragen

Was kostet Social-Media-Betreuung für ein KMU in der Schweiz?

Eine laufende Betreuung kostet in der Schweiz meist zwischen CHF 390 und CHF 2'000 pro Monat, je nach Anzahl Beiträge und Kanäle. Bei mir startet sie mit dem Tarif Präsenz bei CHF 490. Dazu kommt einmaliges Setup ab rund CHF 690 sowie das Werbebudget, falls Sie Anzeigen schalten. Foto und Video sind separat.

Ist das Werbebudget im Honorar enthalten?

Nein. Das Betreuungshonorar bezahlt meine Arbeit, also Planung, Texte und Veröffentlichung. Das Werbebudget geht direkt an Meta oder Google und ist davon getrennt. Wer Anzeigen schalten will, plant das Budget zusätzlich: bei Meta realistisch ab CHF 300 pro Monat, bei Google-Suchanzeigen eher ab CHF 500.

Brauche ich eigenes Bildmaterial?

Ja, in den meisten Fällen. Ohne Fotos und kurze Videos aus Ihrem Betrieb wirkt Social Media beliebig. Ich plane und texte, aber das Bildmaterial muss von Ihnen kommen oder über ein separates Foto- und Video-Budget produziert werden. Ohne Material lohnt sich ein Abo selten.

Wann lohnt sich Social-Media-Betreuung nicht?

Wenn Sie kein Bildmaterial liefern können und kein klares Verkaufsziel haben. Social Media kostet Zeit und Geld, ohne Material und Ziel verpufft beides. Dann ist ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil oder eine saubere Website meist die bessere Investition.

Kommt die MWST noch dazu?

Bei mir nicht. Ich verrechne keine Mehrwertsteuer, meine Tarife sind Endpreise. Bei mehrwertsteuerpflichtigen Anbietern kommen 8.1 Prozent dazu, das ist der Schweizer Normalsatz seit Anfang 2024. Bei CHF 890 pro Monat wären das rund CHF 72. Beim Vergleich von Offerten lohnt sich also der Blick, ob eine Zahl mit oder ohne MWST gemeint ist.

Eine Frage zu Ihrem Web-Projekt?

Schreiben Sie mir

Passt dazu