Geschäftswebsite in der Schweiz: bauen, betreiben, rechtskonform halten

Wie eine Firmenwebsite in der Schweiz entsteht, was sie kostet, wie sie revDSG-konform bleibt und wie bexio und TWINT dazupassen.

ab CHF 3'500Visitenkarten-Website
seit 1.9.2023revDSG in Kraft
bis CHF 250'000mögliche revDSG-Busse

Was gehört alles zu einer Geschäftswebsite in der Schweiz?

Zu einer Geschäftswebsite in der Schweiz gehören vier Phasen: bauen, rechtskonform aufsetzen, betreiben und an Schweizer Zahlungen anbinden. Sie ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Lebenszyklus über Jahre. Das Bauen kostet je nach Umfang CHF 3’500 bis 25’000. Danach kommt das laufende Wartungsabo ab CHF 79 pro Monat dazu, das Hosting ist darin enthalten. Ich gehe die vier Phasen hier der Reihe nach durch.

Die meisten Probleme, die ich bei bestehenden Firmenwebsites sehe, entstehen nicht beim Bau, sondern danach. Eine Seite wird einmal aufgesetzt und dann jahrelang nicht angefasst. Deshalb behandle ich Betrieb und Recht gleichwertig zum Design.

Phase 1: Bauen, WordPress oder massgeschneidert

Am Anfang steht das Konzept, nicht die Technik. Ich kläre zuerst, wer die Seite besucht, was diese Person tun soll und welche Inhalte sie dafür braucht. Erst danach fällt die Entscheidung über das System.

Für die meisten KMU reicht WordPress. Es ist verbreitet, Sie können Texte und Bilder selbst ändern, und es gibt für fast jede Anforderung eine Lösung. Der Preis dafür sind regelmässige Updates, weil viele bewegliche Teile zusammenspielen.

Massgeschneidert baue ich, wenn eine Seite eigene Abläufe braucht, sehr schnell laden soll oder ohne fremde Plugins auskommen muss. Solche Seiten sind schlanker und sicherer, lassen sich aber nicht mit jedem Klick selbst umbauen. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie oft Sie selbst Inhalte ändern. Ich habe das im Beitrag WordPress oder massgeschneidert ausführlich gegenübergestellt.

Was kostet eine Firmenwebsite?

Kurz: eine Visitenkarten-Website beginnt bei CHF 3’500, ein Standardauftritt liegt bei CHF 7’500 bis 12’000, ein anspruchsvoller Auftritt bei CHF 12’000 bis 25’000. Ein einfacher Onlineshop mit WooCommerce oder Shopify und bexio-Anbindung startet bei CHF 9’000.

Der Schweizer Stundensatz einer Webagentur liegt grob bei CHF 120 bis 250. Das erklärt, warum eine seriöse Website nicht ein paar hundert Franken kostet. Die Details und was die Spannen jeweils umfassen, habe ich in Was kostet eine Website in der Schweiz aufgeschlüsselt. Die aktuellen Pakete finden Sie auf der Seite Preise.

Phase 2: Rechtskonform aufsetzen (revDSG)

Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) ist seit dem 1. September 2023 in Kraft. Anders als die EU-DSGVO verlangt es keinen Einwilligungs-Banner. Aus dem Datenschutzrecht genügt eine Informationspflicht, also eine verständliche Datenschutzerklärung, die sagt, welche Daten Sie wie bearbeiten. Das Cookie-Thema selbst steht in der Schweiz aber nicht im Datenschutzgesetz, sondern in Art. 45c des Fernmeldegesetzes: Über nicht notwendige Cookies müssen Sie informieren und die Ablehnung ermöglichen.

Trotzdem gibt es operative Punkte, die ich bei jeder Seite umsetze:

  • Google Fonts lokal einbinden. Werden Schriften direkt von Google geladen, fliesst bei jedem Aufruf die IP-Adresse des Besuchers an Google. Lokal eingebunden passiert das nicht.
  • Datenschutzerklärung aktuell halten. Wenn Sie ein neues Tool einbauen, etwa ein Buchungssystem, gehört das in die Erklärung. Eine veraltete Erklärung ist schlechter als eine knappe, aber richtige.
  • Consent Mode v2, sobald Google-Werkzeuge im Spiel sind. Für den EWR verlangt Google den Consent Mode v2 seit dem 6. März 2024, für Schweizer Nutzerinnen und Nutzer hat Google die Richtlinie per 31. Juli 2024 nachgezogen. Betroffen sind Sie, wenn Sie Google Ads oder Analytics einsetzen. Das bedeutet praktisch wieder eine Einwilligungslösung, obwohl das revDSG selbst keine fordert.

Die Bussen aus dem revDSG können bis CHF 250’000 betragen. Wichtig: sie treffen die verantwortliche natürliche Person, nicht die Firma. Das ist ein Grund mehr, die Pflichten nicht auf später zu schieben. Mehr dazu in revDSG und Cookie-Banner in der Schweiz.

Phase 3: Betreiben, Hosting, Updates, Backups

Eine Website ist nach dem Launch nicht fertig, sie geht in Betrieb. Drei Dinge laufen ab da dauerhaft mit.

Hosting ist der Ort, an dem die Seite liegt. Bei mir läuft sie auf einem eigenen Server in Deutschland, und das Hosting ist im Wartungsabo enthalten; einzeln biete ich es für CHF 19 pro Monat nur in Ausnahmefällen an. Wichtig ist, dass es zur Technik passt und schnell ausliefert. Wer aus regulatorischen Gründen einen Schweizer Standort braucht, dem vermittle ich einen passenden Anbieter.

Updates halten WordPress, Plugins und Designs sicher. Eine veraltete Installation ist das häufigste Einfallstor für Hacks. Bei einer massgeschneiderten Seite fallen weniger Updates an, ganz ohne geht es aber auch dort nicht.

Sicherungen sind erst dann etwas wert, wenn jemand prüft, dass sie funktionieren. Ein nie getestetes Backup ist kein Backup, sondern eine Hoffnung. Bei mir läuft die Sicherung täglich, mit 14 Ständen zum Zurückgehen, und ich habe die Wiederherstellung geprüft.

Diese drei Punkte erledige ich am liebsten als festen Prozess statt sporadisch. Wartung gibt es bei mir ab CHF 79 pro Monat, für WordPress wie für massgeschneiderte Seiten. Ob sich das für Sie lohnt, habe ich in Braucht meine Website Wartung durchgerechnet. Das Angebot steht auf der Seite Wartung.

Phase 4: Die Schweizer Zahlungs- und Rechnungs-Schicht

Sobald Sie online verkaufen oder Rechnungen stellen, kommt die Schweizer Besonderheit ins Spiel: TWINT, die QR-Rechnung und die Buchhaltung.

TWINT ist seit Juni 2025 nativ in Shopify verfügbar. Bei WooCommerce läuft es über einen Zahlungsdienstleister wie Datatrans, Saferpay, Payrexx oder PostFinance. Beide Wege funktionieren, sie führen nur unterschiedlich zum Ziel.

Die Buchhaltung verbinde ich meist mit bexio. Bestellungen und Rechnungen landen dann mit Schweizer QR-Rechnung automatisch dort, statt dass Sie alles von Hand übertragen. Die Mehrwertsteuer liegt seit 2024 bei 8.1 Prozent und muss auf Rechnungen korrekt ausgewiesen sein. Wie diese Verbindung konkret aussieht, zeige ich auf der Seite WooCommerce und bexio.

Der ganze Lebenszyklus auf einen Blick

PhaseAufgabeWer macht esGrobe Kosten
BauenKonzept, Design, AufbauIch, einmaligCHF 3’500 bis 25’000
RechtskonformDatenschutz, Fonts lokal, Consent ModeIch beim Bau, dann Pflegeim Bau enthalten
BetreibenHosting, Updates, SicherungenIch, monatlichab CHF 79, Hosting inklusive
ZahlungenTWINT, QR-Rechnung, bexioIch bei Shop-Projektenab CHF 9’000 (Shop)

Wann sich was lohnt

Nicht jede Firma braucht alles. Wenn Sie nur gefunden werden und Vertrauen aufbauen wollen, reicht eine kleine Visitenkarten-Website mit sauberer Datenschutzerklärung und einer schlanken Wartung. Hier wäre ein 25’000-Franken-Auftritt verschwendet.

Einen Onlineshop mit bexio und TWINT lohnt es sich erst zu bauen, wenn Sie regelmässig verkaufen und die manuelle Abwicklung der Bestellungen zu viel Zeit frisst. Vorher genügt oft eine schlichte Seite mit Kontaktmöglichkeit.

Die Wartung dagegen empfehle ich fast immer, sobald die Seite live ist. Nicht weil ich sie verkaufe, sondern weil eine ungepflegte WordPress-Seite früher oder später ein Problem bekommt. Bei einer rein statischen, massgeschneiderten Seite ist der Pflegeaufwand kleiner, dann reicht ein leichtes Paket.

Wenn Sie unsicher sind, in welcher Phase Sie gerade stehen oder was als Nächstes sinnvoll ist, schauen Sie auf die Seite Preise oder schreiben Sie mir kurz über Kontakt. Ich antworte innert einem Werktag (Mo bis Fr).

Häufige Fragen

Was kostet eine Geschäftswebsite in der Schweiz?

Eine kleine Visitenkarten-Website beginnt bei CHF 3'500. Ein Standardauftritt mit mehreren Seiten und Konzept liegt zwischen CHF 7'500 und 12'000. Anspruchsvolle Auftritte mit eigenen Funktionen kosten CHF 12'000 bis 25'000. Dazu kommt das Wartungsabo ab CHF 79 pro Monat, das Hosting ist darin enthalten.

Braucht meine Schweizer Website einen Cookie-Banner?

Einen Einwilligungs-Banner wie in der EU verlangt das revDSG nicht. Es gilt eine Informationspflicht, also eine verständliche Datenschutzerklärung. Art. 45c des Fernmeldegesetzes verlangt aber, dass Sie über nicht notwendige Cookies informieren und deren Ablehnung ermöglichen, grundsätzlich bevor sie gesetzt werden. Und sobald Sie Google Ads oder Analytics nutzen, brauchen Sie Google Consent Mode v2, was praktisch wieder eine Einwilligungslösung bedeutet.

WordPress oder massgeschneidert für eine Firmenwebsite?

WordPress passt, wenn Sie Inhalte oft selbst ändern und ein bewährtes System wollen. Massgeschneidert lohnt sich bei eigenen Abläufen, hohen Tempo-Ansprüchen oder wenn keine fremden Plugins gewartet werden sollen. Beides ist solide, die Wahl hängt vom Inhalt und vom Budget ab.

Wie funktioniert die Anbindung an bexio und TWINT?

TWINT ist seit Juni 2025 nativ in Shopify verfügbar. Bei WooCommerce läuft TWINT über einen Zahlungsdienstleister wie Datatrans, Saferpay, Payrexx oder PostFinance. Die Buchhaltung verbinden Sie über bexio, sodass Bestellungen und Rechnungen mit Schweizer QR-Rechnung automatisch dort landen.

Wer kümmert sich nach dem Launch um die Website?

Updates, Sicherungen und Sicherheit laufen am besten als fester Prozess statt sporadisch. Wartung gibt es bei mir ab CHF 79 pro Monat, für WordPress wie für massgeschneiderte Seiten, und das Hosting ist enthalten. Darin stecken regelmässige Updates, tägliche Sicherungen und ein Ansprechpartner bei Problemen.

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