Was kostet ein Online-Shop in der Schweiz?

Realistische Preise für einen Online-Shop in der Schweiz, inklusive laufende Kosten, Zahlungsarten mit TWINT und Gebühren der Anbieter.

ab CHF 6'500einfacher Shop, einmaliger Aufbau
8.1 %MWST-Normalsatz im Shop
seit Juni 2025TWINT nativ in Shopify

Was kostet ein Online-Shop in der Schweiz?

Ein einfacher Online-Shop mit WooCommerce oder Shopify und Anbindung an die Buchhaltung (bexio) startet bei rund CHF 6’500. Ein mittlerer Shop liegt bei CHF 7’500 bis 12’000. Grosse Shops mit vielen Produkten, Varianten und Sonderlogik kosten CHF 12’000 bis 25’000. Dazu kommen laufende Kosten und Zahlungsgebühren.

Die grosse Spanne hat einen Grund. Ein Shop ist nie nur eine Website mit Warenkorb. Hinter den Kulissen müssen Zahlung, Steuern, Versand, Lager und Buchhaltung zusammenspielen. Genau dort steckt der Aufwand, nicht im Design.

Was treibt den Preis nach oben?

Drei Dinge entscheiden, wo Sie in der Spanne landen. Erstens die Zahl der Produkte und Varianten. Zehn Produkte sind schnell erfasst, dreihundert mit Grössen und Farben nicht. Zweitens die Anschlüsse: Buchhaltung, Lager, Versandetiketten, Newsletter. Jede Schnittstelle ist Arbeit. Drittens Sonderlogik wie Mengenrabatte, B2B-Preise oder Abos.

Ein Shop, der nur ein paar Produkte verkauft und an bexio hängt, ist gut planbar. Ein Shop mit Lagerabgleich, mehreren Sprachen und Kundengruppen ist ein Projekt.

Wie viel kostet ein Shop nach Grösse?

Shop-TypAufbau einmaligTypisch für
Einfacher Shop, bis ca. 30 Produkte, bexio-Anbindungab CHF 6’500Manufaktur, Hofladen, kleines Sortiment
Mittlerer Shop, Varianten, mehrere ZahlungsartenCHF 7’500 bis 12’000etablierter Detailhandel, Marke mit Linie
Grosser Shop, viele Produkte, Sonderlogik, B2BCHF 12’000 bis 25’000breites Sortiment, Grosskunden, mehrsprachig

Die Zahlen gehen davon aus, dass Design, technischer Aufbau, Schweizer Zahlungsarten, MWST-konforme Ausgabe und die Verbindung zur Buchhaltung dabei sind. Fotos, Produkttexte und das Befüllen des Katalogs sind je nach Umfang ein eigener Posten.

Welche laufenden Kosten hat ein Online-Shop?

Der Aufbau ist nur der Anfang. Ein Shop will betrieben werden, sonst veraltet er. Diese Posten kommen monatlich oder pro Verkauf dazu:

PostenKostenHinweis
Hostingab CHF 19 pro MonatShop muss schnell und stabil laufen
Wartung WooCommerceab CHF 79 pro MonatUpdates, Sicherheit, Backups
Wartung massgeschneidertab CHF 90 pro Monatfür Astro- oder Custom-Lösungen
Zahlungsgebührenca. 1 bis 3 Prozent pro Verkaufje nach Anbieter und Methode
Marketingoptional, ab CHF 290 pro Monatnur wenn Sie aktiv Reichweite kaufen

Bei einem Shop ist Wartung Pflicht, nicht Kür. Eine veraltete Shop-Software ist ein offenes Scheunentor. Und ein Shop, der nicht erreichbar ist, verkauft nichts. Mehr dazu im Beitrag Braucht meine Website Wartung?.

Was kosten die Zahlungsarten in der Schweiz?

Schweizer Kundinnen erwarten Karte, TWINT und oft auch Rechnung. Jede Methode kostet eine Gebühr, meist ein kleiner Prozentsatz plus ein Fixbetrag pro Transaktion. Wer das nicht einplant, wundert sich später über die Marge.

TWINT ist seit Juni 2025 nativ in Shopify verfügbar. Bei WooCommerce läuft TWINT über einen Zahlungsdienstleister, einen sogenannten PSP, der die Zahlung abwickelt. Gängig sind Datatrans, Saferpay, Payrexx und PostFinance. Ein PSP bündelt Karte, TWINT und weitere Methoden hinter einer Anbindung.

Welcher PSP passt, hängt von Volumen und Sortiment ab. Payrexx ist für kleinere Shops oft günstig zu starten. Datatrans und Saferpay sind bei grösserem Volumen stark. Die genaue Gebühr verhandeln Sie mit dem Anbieter, darum nenne ich hier bewusst keine fixe Prozentzahl: sie hängt vom Vertrag ab.

Ein Punkt zur MWST: Der Normalsatz liegt bei 8.1 Prozent. Der Shop muss die Steuer korrekt ausweisen und sauber in die Buchhaltung übergeben. Genau hier zahlt sich die bexio-Anbindung aus, weil Bestellungen und Rechnungen nicht doppelt erfasst werden. Wie das konkret läuft, steht im Beitrag WooCommerce mit bexio verbinden.

Selbst bauen oder bauen lassen?

Sie können einen Shopify-Shop an einem Wochenende selbst aufsetzen. Für einen Markttest mit drei Produkten ist das ein vernünftiger Weg. Sie zahlen die Monatsgebühr, klicken sich ein Theme zusammen und legen los.

Sobald es ernst wird, kippt die Rechnung. Schweizer Zahlungsarten sauber einbinden, MWST richtig ausweisen, die Buchhaltung anbinden, das Design zur Marke passend machen und den Shop bei Google sichtbar bekommen: das summiert sich zu vielen Stunden, in denen Sie nicht verkaufen. Ein falsch aufgesetzter Shop kostet später mehr, als Sie beim Aufbau gespart haben, etwa wenn Bestellungen nicht in der Buchhaltung landen oder die Steuer falsch verbucht ist.

Mein ehrlicher Rat: Wenn Sie noch nicht wissen, ob Ihre Produkte online laufen, testen Sie klein und selbst gemacht. Wenn Sie wissen, dass der Shop ein tragender Vertriebskanal wird, lassen Sie ihn richtig aufsetzen. Den Unterschied zwischen einem Bastelshop und einem sauberen Shop sieht man dem Schaufenster nicht an, der Buchhaltung aber sehr wohl.

WooCommerce oder Shopify?

Beide funktionieren in der Schweiz, sie führen nur unterschiedlich zum Ziel. Shopify ist gemietet, schnell startklar und nimmt Ihnen den Betrieb ab, dafür zahlen Sie jeden Monat. WooCommerce läuft auf Ihrem eigenen Hosting, ist flexibler und günstiger im laufenden Betrieb, braucht aber Pflege. Welche Plattform für Sie passt, hängt vom Sortiment, vom Budget und davon ab, wie viel Sie selbst machen wollen. Ich habe das im Detail verglichen: WooCommerce oder Shopify in der Schweiz.

Was ist beim Datenschutz zu beachten?

Das revidierte Datenschutzgesetz, das revDSG, ist seit dem 1. September 2023 in Kraft. Es verlangt anders als in der EU keinen Cookie-Consent-Banner, sondern eine klare Informationspflicht in der Datenschutzerklärung. Wer Google Ads oder Analytics nutzt, braucht seit März 2024 den Google Consent Mode v2. Das gilt für einen Shop genauso wie für jede andere Website und gehört in die Aufbauphase, nicht nachgereicht.

Was kostet ein Online-Shop wirklich, über das erste Jahr gerechnet?

Rechnen Sie den Aufbau plus zwölf Monate Betrieb, dann haben Sie das ehrliche Bild. Ein einfacher Shop landet im ersten Jahr grob bei CHF 6’500 Aufbau plus rund CHF 1’200 Betrieb, also etwa CHF 7’700, ohne Marketing und ohne Zahlungsgebühren. Die Gebühren hängen am Umsatz, das Marketing an Ihrem Ziel. Wer Reichweite kaufen will, sollte das als eigenen Topf führen und nicht mit dem Aufbau vermischen.

Ein Shop ist eine Investition in einen Vertriebskanal, kein einmaliger Kauf. Wenn das Sortiment und die Nachfrage stimmen, trägt er sich. Wenn nicht, hilft auch ein teurer Shop nichts. Genau darum schaue ich vorher, ob sich der Aufwand für Sie rechnet, statt einfach zu bauen.

Wenn Sie einen Shop konkret planen, schauen Sie sich die E-Commerce-Leistungen an oder lesen Sie, wie die WooCommerce-Anbindung an bexio im Detail funktioniert. Ich melde mich innert einem Werktag (Mo bis Fr).

Häufige Fragen

Was kostet ein Online-Shop in der Schweiz minimal?

Ein einfacher Shop mit WooCommerce oder Shopify und bexio-Anbindung startet bei rund CHF 6'500. Das deckt Aufbau, ein sauberes Design, die wichtigsten Zahlungsarten und die Verbindung zur Buchhaltung. Grosse Shops mit vielen Produkten und Sonderlogik kosten CHF 12'000 bis 25'000.

Welche laufenden Kosten hat ein Online-Shop?

Pro Monat fallen Hosting ab CHF 19 und Wartung ab CHF 79 an. Dazu kommen Transaktionsgebühren der Zahlungsanbieter, meist 1 bis 3 Prozent pro Verkauf plus ein kleiner Fixbetrag. Marketing ist optional und je nach Ziel die grösste Position.

Welche Zahlungsarten brauche ich in der Schweiz?

Karte, TWINT und Rechnung decken den Grossteil ab. TWINT ist seit Juni 2025 nativ in Shopify. Bei WooCommerce läuft TWINT über einen Zahlungsdienstleister wie Datatrans, Saferpay, Payrexx oder PostFinance. Planen Sie die Gebühren von Anfang an mit ein.

Soll ich den Shop selbst bauen oder bauen lassen?

Für einen Test mit wenigen Produkten reicht Shopify selbst gemacht. Sobald Buchhaltung, Steuern, Lager und Schweizer Zahlungsarten sauber zusammenspielen sollen, lohnt sich Hilfe. Ein falsch aufgesetzter Shop kostet später mehr als die Ersparnis beim Aufbau.

Wie viel MWST fällt im Online-Shop an?

Der Normalsatz liegt bei 8.1 Prozent. Im Shop müssen Sie die MWST korrekt ausweisen und bei der Verbindung zur Buchhaltung sauber verbuchen. Bei Verkauf ins Ausland gelten andere Regeln, die Sie früh klären sollten.

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