Website für Coiffeur-Salons in der Schweiz

Was ein Coiffeur-Salon in der Schweiz auf der Website wirklich braucht: Online-Termine, lokale Sichtbarkeit, Fotos und Preise. Konkret und ehrlich gerechnet.

rund 90 %Marktanteil von Google bei der Suche in der Schweiz
ab CHF 3'500Visitenkarten-Website mit Online-Terminbuchung

Was braucht ein Coiffeur-Salon wirklich auf der Website?

Ein Coiffeur-Salon in der Schweiz braucht vor allem drei Dinge: eine Online-Terminbuchung, ein sauber gepflegtes Google-Unternehmensprofil und echte Fotos vom Salon und vom Team. Eine grosse, mehrstöckige Website ist dagegen selten nötig. Die meisten Kundinnen suchen kurz, schauen sich die Bilder und Preise an und wollen dann einen Termin buchen. Wenn diese drei Dinge stimmen, ist fast alles gewonnen.

Ich sehe bei Salon-Websites oft das Gegenteil: viel Text über Leidenschaft und Stil, aber kein Knopf zum Buchen und keine Preise. Das ist schade, denn genau diese beiden Dinge sucht eine neue Kundin zuerst. Ich gehe hier der Reihe nach durch, was wirklich auf die Seite gehört, was es kostet und was Sie sich getrost sparen können.

Wie Kundinnen einen Coiffeur finden

Wer einen neuen Coiffeur sucht, macht das auf zwei Wegen: über eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis oder über eine lokale Suche bei Google. Tippt jemand “Coiffeur Brugg” oder “Damencoiffeur Rheintal” ein, erscheint oben das Kartenfenster mit den drei nächstgelegenen Salons, Sternen und Öffnungszeiten. Google hat in der Schweiz bei der Suche rund 90 Prozent Marktanteil, an diesem Fenster kommt also kaum jemand vorbei.

Ein Detail, das überraschend wichtig ist: In der Schweiz heisst es Coiffeur, nicht Friseur. Wer seine Seite und sein Profil mit “Friseur” benennt, trifft die Suchbegriffe der Schweizer Kundschaft schlechter. Bleiben Sie bei den Wörtern, die Ihre Kundinnen tatsächlich tippen: Coiffeur, Coiffure, Haarschnitt, Färben, Strähnen.

Der erste Kontakt findet also meist nicht auf Ihrer Website statt, sondern in der Suche und auf der Karte. Die Website kommt im zweiten Schritt, wenn jemand entscheiden will, ob er bei Ihnen einen Termin macht.

Was auf die Seite gehört

Für einen Salon reicht eine schlanke, gut gemachte Seite. Wichtiger als die Anzahl Unterseiten ist, dass die folgenden Punkte sofort auffindbar sind:

  • Online-Terminbuchung. Das ist das Herzstück. Eine Kundin will abends vom Sofa aus buchen, nicht am nächsten Morgen anrufen. Ich binde dafür ein bestehendes Buchungstool ein, das Sie ohnehin im Salon nutzen, statt etwas Eigenes zu bauen. So landet der Termin direkt in Ihrem Kalender.
  • Eine ehrliche Preisliste. Schnitt, Färben, Strähnen, Dauerwelle, je nach Damen und Herren. Wer keine Preise findet, klickt oft weiter zum nächsten Salon. Lieber von- bis-Spannen angeben als gar nichts.
  • Die Leistungen in normalen Worten. Was bieten Sie an, für wen, mit welcher Spezialität? Ein Satz pro Leistung genügt.
  • Fotos vom Salon und vom Team. Echte Bilder vom Raum, von den Leuten und von fertigen Arbeiten wirken mehr als jedes Stockfoto. Sie beantworten die stille Frage “Fühle ich mich da wohl?” oft schon vor dem ersten Besuch.
  • Öffnungszeiten und Anfahrt. Klar sichtbar, mit Karte und einem Hinweis zu Parkplatz oder Haltestelle.

Und das Wichtigste über allem: Die Seite muss zuerst auf dem Handy funktionieren, nicht zuletzt. Die meisten Buchungen kommen heute vom Smartphone. Wenn der Buchungsknopf am Handy schwer zu treffen ist oder die Preisliste seitlich aus dem Bild läuft, ist die Kundin weg. Mehr zum grösseren Rahmen einer Firmenseite habe ich in Geschäftswebsite in der Schweiz beschrieben.

Lokale Sichtbarkeit: das Google-Profil

Die Website allein bringt wenig, wenn Sie in der Karte nicht auftauchen. Deshalb gehört zu jedem Salon ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business genannt. Es ist kostenlos und für einen lokalen Betrieb oft der Eintrag, der mit dem geringsten Aufwand am meisten bringt.

Entscheidend dabei sind konsistente Eckdaten, im Fachjargon NAP genannt: Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei müssen überall exakt gleich geschrieben sein, auf der Website, im Profil und in jedem Verzeichnis. Wenn auf der Website “Coiffure Bellezza” steht und im Profil “Salon Bellezza GmbH”, wird Google unsicher, und Unsicherheit kostet Sichtbarkeit. Dazu kommen die richtige Hauptkategorie (Coiffeur, Coiffeursalon), echte Öffnungszeiten und ein paar gute Fotos. Wie Sie das sauber aufsetzen, habe ich Schritt für Schritt in Bei Google Maps gefunden werden erklärt.

Bewertungen spielen für einen Salon eine grosse Rolle, weil viele bei der Wahl auf die Sterne schauen. Fragen Sie zufriedene Kundinnen nach dem Termin freundlich nach einer kurzen Bewertung, und geben Sie ihnen den direkten Link. Was Sie nicht tun sollten: Bewertungen kaufen oder erzwingen. Das fliegt auf und schadet mehr, als es bringt.

Recht: Datenschutz bei Online-Terminen

Sobald Sie online Termine annehmen, erfassen Sie Personendaten: Name, Telefonnummer, manchmal E-Mail und die gewünschte Leistung. Das ist völlig in Ordnung, muss aber genannt werden. Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) ist seit dem 1. September 2023 in Kraft und verlangt eine Informationspflicht, also eine verständliche Datenschutzerklärung. Darin steht in einfachen Worten, welche Daten Sie erheben, wofür und wer sie sieht.

Anders als die EU-DSGVO verlangt das revDSG keinen Cookie-Consent-Banner. Eine einfache Salon-Website kommt also ohne dieses lästige Banner aus. Erst wenn Sie Google Ads oder Google Analytics einsetzen, brauchen Sie seit März 2024 den Google Consent Mode v2, was praktisch wieder eine Einwilligungslösung bedeutet. Für die meisten kleinen Salons ist das aber kein Thema.

Wenn Sie Ihr Buchungstool wechseln oder ein neues Werkzeug einbauen, gehört das in die Datenschutzerklärung. Eine veraltete Erklärung ist schlechter als eine knappe, aber richtige. Ich richte das beim Bau gleich mit ein, sodass Sie sich darum nicht selbst kümmern müssen.

Was es kostet und was übertrieben ist

Kurz und ehrlich: Eine Visitenkarten-Website mit Terminbuchung, Preisliste und Fotos beginnt bei mir bei CHF 3’500. Für einen Salon ist das in den meisten Fällen genau richtig. Wer einen grösseren Auftritt mit eigenem Gestaltungskonzept, eigenem Logo und vielleicht Produktverkauf will, landet bei CHF 7’500 bis 12’000. Dazu kommen Hosting ab CHF 19 pro Monat und eine schlanke Wartung ab CHF 79 pro Monat, damit die Seite sicher und aktuell bleibt.

Der Schweizer Stundensatz einer Webagentur liegt grob bei CHF 120 bis 250. Das erklärt, warum eine seriöse Seite nicht ein paar Hundert Franken kostet. Eine Aufschlüsselung der Spannen finden Sie in Was kostet eine Website in der Schweiz.

LösungWann sinnvollGrobe Kosten
Visitenkarte mit TerminbuchungDer Normalfall für einen Salonab CHF 3’500
Grösserer Auftritt mit KonzeptEigenes Branding, ProduktverkaufCHF 7’500 bis 12’000
HostingImmerab CHF 19 pro Monat
WartungSobald die Seite live istab CHF 79 pro Monat

Und nun zu dem, was Sie sich sparen können. Ein Onlineshop braucht ein Salon fast nie. Selbst wenn Sie ein paar Pflegeprodukte verkaufen, lohnt sich der Aufwand eines Shops mit Lager und Versand selten, ein Hinweis “im Salon erhältlich” genügt meistens. Auch tägliches Posten auf der Website oder auf Instagram ist kein Muss. Ein paar gute Fotos, die hin und wieder aktuell gehalten werden, wirken mehr als ein hektischer Strom von Beiträgen, den Sie neben der Arbeit am Stuhl ohnehin kaum durchhalten.

Ehrlich gesagt: Wenn Ihr Salon über Empfehlung gut läuft und Sie keine neuen Kundinnen brauchen, ist eine teure Website kein Notfall. Aber eine schlanke Seite mit Terminbuchung und ein gepflegtes Google-Profil kosten wenig und schliessen eine Lücke, durch die Ihnen sonst still Laufkundschaft entgeht.

Wenn Sie unsicher sind, was für Ihren Salon passt, schauen Sie auf die Seite Preise oder schreiben Sie mir kurz über Kontakt, um welchen Salon es geht. Ich sage Ihnen ehrlich, wo sich etwas lohnt und wo Sie Ihre Zeit besser am Stuhl verbringen. Ich antworte innert einem Werktag (Mo bis Fr).

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen Coiffeur-Salon?

Eine Visitenkarten-Website mit Terminbuchung, Preisliste und Fotos beginnt bei CHF 3'500. Mehr braucht ein Salon selten. Wer einen grösseren Auftritt mit eigenem Konzept und Produktverkauf will, landet bei CHF 7'500 bis 12'000. Dazu kommen Hosting ab CHF 19 pro Monat und Wartung ab CHF 79 pro Monat.

Brauche ich eine Online-Terminbuchung?

In den meisten Fällen ja. Kundinnen buchen heute am liebsten abends vom Sofa aus, nicht während Ihrer Öffnungszeiten am Telefon. Eine Buchung rund um die Uhr nimmt Ihnen Anrufe ab und füllt Lücken im Kalender. Wer fast nur Stammkundschaft hat, kommt allenfalls noch ohne aus.

Reicht ein Google-Profil statt einer Website?

Für den ersten Kontakt reicht ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil oft erstaunlich weit, gerade für einen kleinen Salon. Aber Termine, eine vollständige Preisliste und Ihre eigene Handschrift gehören auf eine eigene Seite. Profil und Website arbeiten zusammen, das eine ersetzt das andere nicht.

Brauche ich eine Datenschutzerklärung?

Ja. Das revidierte Datenschutzgesetz verlangt seit dem 1. September 2023 eine Informationspflicht, also eine verständliche Datenschutzerklärung. Sobald Sie eine Online-Terminbuchung einsetzen, erfassen Sie Name, Telefonnummer und Termin, und das gehört genannt. Einen Cookie-Banner wie in der EU braucht es dafür nicht.

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